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Diabetes mellitus – eine häufige Stoffwechselerkrankung beim Degu

Diabetes mellitus – eine häufige Stoffwechselerkrankung beim Degu


Nicht nur Degus können unter Diabetes mellitus leiden, auch bei Chinchillas, Meerschweinchen und Kaninchen kann diese Stoffwechselerkrankung auftreten. Doch Degus reagieren besonders anfällig auf zu nährstoffreiches Futter und können infolge eines über längere Zeit erhöhten Blutzuckerspiegels Diabetes mellitus entwickeln. Doch warum ist der Degu so anfällig für diese Stoffwechselerkrankung? Im Vergleich zu anderen Säugern weisen die Hormone Insulin und Glukagon beim Degu eine andere Struktur auf. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, was dazu führt, dass der Blutzucker in den Körperzellen aufgenommen wird. Glukagon ist der Gegenspieler von Insulin und dafür verantwortlich den Blutzuckerspiegel im Bedarfsfall wieder zu erhöhen. Man vermutet, dass der Glukoseabbau im Körper des Degus durch diese veränderte Struktur von Insulin und Glukagon negativ beeinflusst ist.

Die Fütterung spielt eine äußerst wichtige Rolle bei der Entstehung von Diabetes mellitus

Das Nagetier Degu ist ursprünglich in Chile beheimatet, einer eher kargen Gegend. In freier Wildbahn ernähren sich diese Tiere hauptsächlich von trockenen Gräsern, Knollen, Rinden, Kakteen und Samen. Viele kommerzielle Futtermittel enthalten leider zu energiereiche Zutaten, die nicht auf dem Ernährungsplan der Degus stehen. Von zuckerreichen Futtermittel aber auch fetthaltiges Futter wie Nüssen oder Sonnenblumenkerne sollte man unbedingt Abstand nehmen, da Degus schnell zu dick werden können. Auch Obst sollte nicht auf dem Speiseplan stehen, da dies sehr zuckerhaltig ist und ein über längere Zeit erhöhter Blutzuckerspiegel Diabetes mellitus zur Folge haben kann. Typische  klinische Symptome sind vermehrtes Trinken sowie ein gesteigerter Urinabsatz. Auch geht diese Stoffwechselerkrankung häufig mit Abmagerung einher. Diese Anzeichen können jedoch auch andere Ursachen haben. Meist erblindet der an Diabetes mellitus erkrankte Degu aufgrund einer damit verbundenen Kataraktreifung der Linse. Ein bereits erkranktes Tier zu therapieren ist schwierig. Grundsätzlich kann man versuchen erkrankte Degus mit Insulin zu behandeln. Dies ist jedoch leider äußerst schwierig umzusetzen. Man muss auch bedenken, dass das regelmäßige Einfangen, Fixieren und Spritzen enormen Stress für die betroffenen Degus bedeutet. Wichtiger ist die Ernährungsumstellung, so dass auf eine möglichst naturnahe Fütterung geachtet werden. Dies ist auch die beste Vorsorgemöglichkeit.

Gefüttert werden können Heu und Grünfutter. Auch Äste zum Beispiel von ungespritzten Obstbäumen können zum Knabbern angeboten werden. Zudem können getrocknete Blüten für eine gesunde Abwechslung sorgen.

AGROBS Wiesenheu aus dem Alpenvorland bietet eine rohfaserreiche Grundversorgung, welche ständig zur Verfügung stehen sollte. Daneben eignen sich auch AGROBS Kräuterlinge oder AGROBS Sensitiv als hochwertigen Grundfutterersatz, welche die Tiere zudem auch gerne herumtragen und benagen. Dies sorgt für zusätzliche Beschäftigung. Durch die hochwertige Warmlufttrocknung sind AGROBS Kräuterlinge und AGROBS Sensitiv frei von Staub und Schimmelpilzen und damit eine gute Alternative bei Heustauballergien egal ob beim Tier oder Besitzer.

 Als Ergänzungsfutter angepasst an die natürliche Nahrungsgrundlage der Degus kann dazu AGROBS Naturmix, eine Mischung aus Wiesengräsern und –kräutern, Blättern, Blüten und Hagebutte, angeboten werden. Eine besonders aromatisch duftende Ergänzung zu Heu bietet AGROBS Blütenmix. Die Vielzahl an Blüten ist nicht nur gesund, sondern liefert zudem noch eine Vielfalt an natürlichen Vitalstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Sie möchten Ihrem Liebling hin und wieder ein gesundes Leckerchen anbieten, doch die meisten Leckerlis sind nicht für Degus geeignet? Kein Problem, AGROBS Rosenblütenblätter und AGROBS Ringelblumenblüten sind eine gesunde und naturnahe Alternative zu herkömmlichen Leckerlis.

 

Quellen*:
  • A. Ewringmann, B. Glöckner: Leitsymptome bei Meerschweinchen, Chinchilla, Degus. Enke Verlag Stuttgart, 2012
  • Gabrisch, Zwart: Krankheiten der Heimtiere. Schlütersche Verlag Hannover, 2015

 

 

 

 

 
Dr. med. vet. Katharina Boes
März 2017 ©AGROBS GmbH



 
(* Die Quellenangaben beziehen sich auf den fachlichen Inhalt des Textes und nicht auf die Produktempfehlungen)