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Der Fellwechsel - vom Aschenputtel zum Phoenix aus der Asche

Der Fellwechsel – vom Aschenputtel zum Phoenix aus der Asche – im Besten Fall

Für unsere Pferde und ihr Immunsystem ist es eine anstrengende Zeit:

Der Fellwechsel!

Aber was passiert denn eigentlich beim Fellwechsel?

Mit dem Fellwechsel reagieren unsere Pferde auf die jahreszeitlichen Veränderungen unseres Klimas. In unseren Breitengraden unterliegen wir einer mehr oder weniger starken jahreszeitlichen Veränderung der Tageslänge und der Klimabedingungen. Im Jahresverlauf ändern sich die Vegetation und dadurch auch die Verfügbarkeit von Nahrung. Das dichte Winterfell dient den Pferden während dieser kalten, vegetationsarmen Jahreszeit als Isolation vor Kälte und wirkt somit auch Energieverlusten entgegen.

Wenn die Temperaturen jedoch wieder ansteigen, erschwert ein dickes Fell die Wärmeabgabe der Haut an die Umgebung. Der gesamte Organismus unserer Pferde stellt sich dann auf die wärmere Jahreszeit ein und verbraucht seine letzten verfügbaren Kapazitäten unter anderem für den Fellwechsel. Das Sommerfell ist im Vergleich zum Winterfell deutlich dünner und hat meistens auch eine hellere Farbe. Das Sommerfell schützt aber auch gegen Wärmeeinstrahlung, da das Fell einen Teil der Strahlung reflektiert. Jedoch passen sich Länge und Dichte des Fells nur langsam dem jahreszeitlichen Verlauf an. Schnelle Anpassungen sind nur durch das Aufstellen des Fells (= Pilomotorik) möglich. Durch das Aufstellen des Fells wird die Luftschicht zwischen den Haaren dicker und wirkt dadurch isolierend.

Der Fellwechsel unterliegt einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Hormone, welche unterschiedlich stark die Länge, Dichte, Farbe und die Wachstumsgeschwindigkeit der Haare beeinflussen können. Gesteuert wird der Fellwechsel hauptsächlich durch die jahreszeitliche Veränderung der Tageslänge.

Der Fellwechsel geht mit einer hohen Stoffwechselleistung einher. Gerade im Frühjahr, nach den eher kargen Wintermonaten, sind die Ressourcen und Reserven jedoch eher knapp. Solch eine hohe Leistung des Stoffwechsels beansprucht auch das Immunsystem. Gesunde und ausgewogen ernährte Pferde haben meist keine Probleme mit dem Fellwechsel. Ältere, kranke oder unterversorgte Pferde können hier aber durchaus auffällig werden. Der Fellwechsel geht langsamer von statten, das Fell bleibt stumpf, die Pferde sind insgesamt sehr schlapp und wenig leistungsfreudig.

 

Mit der Fütterung den Fellwechsel sinnvoll unterstützen...

Für die Gesunderhaltung unserer Pferde insbesondere zu Zeiten hoher Stoffwechselleistungen wie während dem Fellwechsel ist eine hochwertige Fütterung maßgeblich. Eine ausreichende Fütterung von qualitativ hochwertigem Grundfutter stellt hierfür die Grundlage dar. Mit Pre Alpin® Wiesencobs, Pre Alpin® Wiesenflakes, Pre Alpin® Aspero, Pre Alpin® Compact und AGROBS AlpenHeu kann das Raufutter sinnvoll aufgewertet.

Um unsere Pferde in dieser Phase des Jahres zu unterstützen, sollte man neben einer ausreichenden, aber auch nicht übermäßigen Energieversorgung, auf die Nährstoffversorgung ein besonderes Augenmerk legen. AGROBS Naturmineral versorgt Ihr Pferd mit allen wichtigen Nährstoffen auf eine naturbelassene und ausgewogene Weise. Unser Tipp: verdoppeln Sie während des Fellwechsels die tägliche Ration für ca. 3 Wochen. Falls Ihr Pferd schon ein etwas fortgeschrittenes Alter erreicht haben sollte, ist AGROBS Seniormineral genau das Richtige. Abgestimmt auf die erhöhten Bedürfnisse unserer Senioren ist AGROBS Seniormineral die perfekte Nährstoffergänzung für eine artgerechte Fütterung. AGROBS Seniormineral eignet sich nicht nur für Pferdesenioren - alle Pferde mit einem erhöhten Bedarf wie zum Beispiel auch während Wachstum oder Trächtigkeit können hiermit sinnvoll unterstützt werden.

Zur Unterstützung des Fellwechsel eignet sich auch ein Spurenelementbooster wie AGROBS Spurenelemente pur besonders gut. Dies empfiehlt sich insbesondere dann, wenn das Grundfutter eher nährstoffarm ist oder das Pferd zuvor nicht regelmäßig ein Mineralfutter bekommen hat.

Möchten Sie gezielt in der Phase des Fellwechsels ihr Pferd mit dem Spurenelement Zink versorgen oder hat Ihr Pferd einen Zinkmangel, empfehlen wir Ihnen AGROBS Zink pur als Kur. Zink unterstützt nicht nur den Fellwechsel sondern auch das Immunsystem Ihres Pferdes.

Hochwertige Öle ergänzen die Ration mit Omega – 3 und – 6 Fettsäuren. Diese stärken die Abwehrkräfte und sind zugleich ein hochwertiger Energielieferant z.B. für schwerfuttrige Pferde. Kaltgepresstes Leinöl zeigt ein ausgewogenes Omega – 3 und – 6 Fettsäure - Verhältnis und eine gute Verdaulichkeit bei Pferden.

Die Leber als Entgiftungsorgan wird während des Fellwechsels durch Abbau - und Ausscheidungsprodukte stark belastet. Als natürliche Unterstützung können Sie Ihrem Pferd zur Reinigung und Regeneration der Leber Kräuter zu füttern. Wir empfehlen Ihnen Kräuter für die Leber von BERGSIEGEL den Fellwechsel begleitend als 3 – 4 wöchige Kur.

Zur Unterstützung des Immunsystems, aber auch um Hautproblemen entgegen zu wirken, eignen sich Bergsiegel Schwarzkümmelsamen sehr gut. Auch Bergsiegel Hagebuttenpulver kann durch den hohen Gehalt des natürlichen Antioxidans Vitamin C die Abwehrkräfte auf natürliche Weise stärken.  

 

Quellen*:

  • W. von Engelhardt, G. Breves: Physiologie der Haustiere. Enke Verlag Stuttgart 2000
  • S. Steinlechner: Endokrine Mechanismen bei der jahreszeitlichen Klimaanpassung. AHMN Endokrinologie, 2009


 

 

Dr. med. vet. Katharina Boes
Dipl. Tierärztin Theresa Bockhorni
September 2015 ©AGROBS GmbH




 
(* Die Quellenangaben beziehen sich auf den fachlichen Inhalt des Textes und nicht auf die Produktempfehlungen)