Die Themenwelt von AGROBS

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Pferde

Der Beginn der Weidesaison ist für Pferd und Reiter die schönste Zeit des Jahres. Damit das auch so bleibt, ist beim Anweiden einiges zu beachten.

 
Anweiden bedeutet Futterumstellung…
 
….und wie bei jeder Änderung des Futters, muss diese allmählich geschehen, damit sich die Darmflora des Pferdes anpassen kann.
 
Im Gegensatz zum rohfaserreichen Heu, ist junges Gras rohfaserarm, aber reich an Proteinen (Eiweiß) und Kohlenhydraten (Zucker). Rohfaser wird im Dickdarm, Proteine und Kohlenhydrate im Dünndarm verdaut. Das Pferd ist ein Pflanzenfresser und daher ist auch sein Verdauungsapparat hauptsächlich auf die Verdauung von Rohfasern (Cellulose, Hemicellulose und Pektine) ausgelegt. Im Dickdarm werden die Rohfasern von Bakterien verdaut, wodurch kurzkettige Fettsäuren und wasserlösliche Vitamine entstehen. Diese Fettsäuren werden wiederum über die Darmwand aufgenommen und stehen dann dem Pferd als Energiequelle zur Verfügung.
Die Verweildauer vom Futter im Dünndarm ist relativ kurz (ca. 1,5 Std.). Sind im Futter zu viele Proteine und Kohlenhydrate enthalten, können diese im Dünndarm nicht vollständig verdaut werden und gelangen dann in den Dickdarm. Dort sorgen sie für eine Vermehrung von milchsäurebildenden Bakterien (Dysbiose), was zu einer pH-Wert-Senkung (Azidose) im Dickdarm führt. Dadurch sterben die cellulose-spaltenden Bakterien ab und die Mucosa (Darmschleimhaut) wird geschädigt. So können Verdauungsstörungen wie Durchfall, Kotwasser und Koliken entstehen. Die Toxine der absterbenden Bakterien können wiederum durch die geschädigte Darmschleimhaut ins Blut gelangen und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Hufrehe) verursachen.
 
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Pferde gerade auch zu Beginn und während der Weidesaison ausreichend mit Raufutter in Form von Heu oder Heuersatz versorgt werden. So können während des Anweidens zusätzlich hochwertige AGROBS Rohfaserprodukte zugefüttert werden, um eine ausreichende Versorgung mit Rohfaser sicherzustellen. Zudem verringert eine Raufutter-Gabe vor dem Anweiden auch den Heißhunger. Auf diese Weise können Kotwasser, Durchfall, Kolik oder sogar Stoffwechselerkrankungen, ausgelöst durch den Beginn der Weidezeit, vermieden werden.
Für die Umstellung von reiner Heufütterung auf Heu und Gras, sollte der Pferdebesitzer mindestens zwei Wochen, beginnend mit 10-15 Minuten am Tag, einplanen. Wir empfehlen bei reiner Fütterung von Gras noch zusätzlich Heu oder AGROBS Rohfaserprodukte zu füttern.

Gras ist nicht gleich Gras…
Inzwischen ist den meisten Pferdebesitzern längst bekannt, dass im Frühjahr und im Herbst die Gefahr von Hufrehe am Größten ist. Als Hauptauslöser von Hufrehe gilt das Fruktan im Weidegras. Fruktan ist ein pflanzliches Speicherkohlenhydrat, welches aus Fruktoseeinheiten aufgebaut ist.
Die Konzentrationen an Fruktanen, anderen Zuckern, Mineralstoffen und Spurenelementen, sowie Rohfaser sind von mehreren Faktoren abhängig, wie z.B. der Vegetationsperiode (je älter das Gras, desto mehr Rohfaser), Düngung (Stickstoffdüngung verringert den Fruktangehalt in Gräsern), Temperatur, Grasart, Feuchtigkeit etc.

Generell gilt, dass der Fruktangehalt im Gras höher ist, wenn es nachts noch friert (das Gras also nicht wachsen kann und somit keine Fruktane verbrauchen kann) und es tagsüber aber sehr sonnig ist (hohe Fotosyntheseleistung und damit Einlagerung von Fruktanen).
Ganz so einfach ist es aber nicht, denn auch die Grasart hat einen erheblichen Einfluss auf die Konzentration an Fruktan im Gras. Vor allem Deutsches und Welsches Weidelgras können hohe Fruktangehalte aufweisen, während Knaulgras, Rotschwingel, Wiesenlieschgras etc. deutlich weniger Fruktan einlagern.

Auch im Heu sind Fruktane enthalten. Da die Gräser nach dem Mähen noch bis zu 50 Stunden weiter Fotosyntheseleistung zeigen, aber nicht mehr wachsen, wird das Fruktan gespeichert. Es lässt sich allerdings durch Heu wässern regelrecht auswaschen, weshalb diese Methode oft auch bei Rehepferden angewandt wird.

Eine Alternative bieten die hochwertigen AGROBS Rohfaserprodukte, denn durch gezielte Auswahl an bestimmten Gräsern und durch unser Trocknungsverfahren ist der Gehalt an Fruktanen gering. Direkt nach der Ernte werden die Gräser mit Warmluft getrocknet, wodurch keine Fotosynthese und somit auch keine weitere Einlagerung von Fruktanen mehr stattfindet. AGROBS Rohfaserprodukte können daher optimal zur Ergänzung während des Anweidens gefüttert werden.

Bei so vielen Faktoren ist es kaum möglich die perfekten Bedingungen zum Anweiden zu schaffen, daher ist eine bedarfsgerechte Ernährung des Pferdes unabhängig vom Gras umso wichtiger um Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen, denn ein durch falsche Fütterung (z.B. zu viel Kraftfutter, zu wenig Raufutter etc.) übersäuertes Pferd wird empfindlicher auf die Umstellung zur Weidezeit reagieren, als ein rundum gesundes Pferd. Um den Bedarf an allen wichtigen Mineralien zu decken empfehlen wir als Ergänzung unser Agrobs Naturmineral, AGROBS Seniormineral oder für Pferde die viel frisches Gras zur Verfügung haben AGROBS Weidemineral-Cobs.


 
Hochwertige AGROBS Rohfaserprodukte für die optimale Versorgung Ihres Pferdes

Pre Alpin® Protein Light Flakes (protein- und fruktanarm) ist ein Rau- bzw. Grundfutter aus besonders eiweißarmen Gräsern, dass durch den hohen Rohfaseranteil eine positive Wirkung auf die Verdauung hat und Ihrem Pferd bei Problemen wie Kotwasser oder Durchfall insbesondere während der Anweidezeit hilft.

Pre Alpin® Wiesencobs, Pre Alpin® Wiesenflakes und Pre Alpin® Aspero werten als fruktanarme Raufutterprodukte aus über 60 verschiedenen Gräsern und Kräutern das Grundfutter und Weidegras auf.Als handlicher gepresster Quader aus warmluftgetrockneten Wiesengräsern und –kräutern bietet Pre Alpin® Compact eine ideale Beschäftigung für zwischendurch und unterwegs und versorgt Ihr Pferd gleichzeitig mit Rohfasern.

Als sehr energie- und fruktanarme aber rohfaserreiche Alternative ist AGROBS LeichtGenuss speziell für leichtfuttrige oder übergewichtige Pferde geeignet.

Auch mit AGROBS Grünhafer können Sie das Grundfutter aufwerten. Zudem regt der Grünhafer den Stoffwechsel an, unterstützt die Verdauung und hilft dabei den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und eignet sich daher sehr gut als Beifutter zum Anweiden.

Um die Umstellung auf die Weidezeit bei besonders empfindlichen Pferden so verdauungsschonend wie möglich zu gestalten, hat es sich bewährt AlpenGrün Mash in dieser Zeit als Kur im Futterplan zu berücksichtigen. Die kurweise Fütterung des AlpenGrün Mash ist vorteilhaft, da hier kein zusätzlicher ständiger Futterwechsel stattfindet, wie schon beim Anweiden. Des Weiteren beugt es bei empfindlichen Pferden Verdauungsstörungen vor, da es prebiotisch und reich an darmpflegenden Schleimstoffen ist.
 
 
Für eine individuelle Fütterungberatung können Sie unser Online-Fütterungsformular nutzen oder uns telefonisch erreichen (Montag bis Freitag von 8 - 12 Uhr und13 - 17 Uhr, Telefon 08171 - 41 80 48-0)






Quellen**:
  • Meyer H., Coenen M.: Pferdefütterung. Enke Verlag Stuttgart, 2014
 
Dr. med. vet. Katharina Boes






 




(** Die Quellenangaben beziehen sich auf den fachlichen Inhalt des Textes und nicht auf die Produktempfehlungen)
 

 

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